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Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus: Der goldne Topf

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ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
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4. Die Symbolik



Das Stück wird neben den eindrucksvollen Personen auch von einigen zentralen "Leitmotiven" bestimmt. Auffällig ist z.B. die häufige Wiederkehr von Spiegeln und Spiegelungen.

4.1 Das Spiegelsymbol


Der Spiegel, der als reales Objekt immer nur ein falsches, irreales Bild der Welt widergibt (Alles, was man im Spiegel sieht, ist nicht greifbar und noch dazu seitenverkehrt), eignet sich für eine Geschichte wie den "goldnen Topf", die sehr stark von Magie und Irrealem bestimmt ist. Wohl deshalb verwendet Hoffmann also den Spiegel mehrfach in seiner Erzählung. Als erstes taucht das Spiegelmotiv im Smaragdring des Archivarius Lindhorst auf. Vor den Augen des erstaunten Anselmus wirft "der Stein[...]wie aus einem brennenden Fokus Strahlen ringsherum, und die Strahlen versp[i]nnen sich zum hellen leuchtenden Kristallspiegel", in dem Anselmus bald darauf Serpentina sieht.
Ebenfalls sehr deutlich tritt das Spiegelmotiv in der siebenten Vigilie auf, wenn die Hexe Rauerin zusammen mit Veronika in der Äquinoktialnacht einen Zauberspiegel erstellt. Auch er hat die Eigenschaft dem Betrachter, in diesem Fall Veronika, den Geliebten zu zeigen, indem "es war, als schössen feurige Strahlen aus dem Spiegel [...]- An den Anselmus mußte sie denken, und als sie immer fester und fester den Gedanken auf ihn richtete, da lächelte er ihr freundlich aus dem Spiegel entgegen wie ein lebhaftes Miniatur-Porträt. Aber bald war es ihr, als sähe sie nicht mehr das Bild - nein! - sondern den Studenten Anselmus selbst leibhaftig."

4.2 Der goldene Topf


Auch der goldne Topf, der als Mitgift für Anselmus und Serpentina gedacht ist, beinhaltet einen Spiegel, der vom Erdgeist "mit Strahlen, die [er] dem Diamanten entnommen" poliert ist. In diesem Metall spiegelt sich das wundervolle Reich Atlantis. Damit wird der goldene Topf zum Symbol der romantischen Poesie, die die banale Wirklichkeit zurückführt auf ihre golden glänzende Urwirklichkeit. Der Spiegel des goldenen Topfs strahlt eine poetisierte Wirklichkeit wider, die Farbigkeit, Bewegung und Klänge enthält, die kein alltäglicher Spiegel zeigen könnte, der in realistischer Art und Weise nur eine mimetische Funktion erfüllt.
Gemeinsam ist allen diesen Spiegeln also eine telepathische Eigenschaft, die einen Blick in andere Ebenen zuläßt. Der Spiegelsymbolik wird somit zu einer Verbindung der verschiedener Ebenen.

4.3 Das Kristall


Eng zusammenhängend mit dem Spiegelmotiv ist das ebenfalls häufig wiederkehrende Bild des Kristalls. Vor allem Stimmen, wie die der Schlangen und die Veronikas, werden mit dem Attribut des Kristallenen versehen. Auch die Lichtstrahlen in Lindhorsts Garten sind als kristallen beschrieben. Die Verwendung des glasklaren Kristall vereinigt die Eigenschaften des Hellen, Klaren, Klingenden und Glitzernden, aber auch die Kälte, das Schneidende und Scharfe.

 

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
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